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Was ist
Ayurveda überhaupt?
Es
handelt sich um eine mehrere tausend Jahre alte Wissenschaft, die fast
alle medizinischen Disziplinen einbezieht oder zumindest tangiert. Der
Begriff Ayurveda stammt aus dem Sanskrit, einer der ältesten heute noch
von Brahmanen und in Gelehrtenkreisen gebrauchten Hochsprache. Ayu
bedeutet Leben und Veda heißt Wissen. Ayurveda ist somit die Wissenschaft
vom Leben an sich und vom langen Leben im Besonderen. Die ältesten
bekannten Ursprünge von Ayurveda liegen im alten Indien, wo es als
ganzheitliches System bereits lange existierte, ehe es etwa 5.000 Jahre
vor unserer Zeitrechnung schriftlich niedergelegt wurde. Ayurveda beschäftigt
sich mit der Vorbeugung und der Heilung von Krankheit in ganzheitlicher
Sicht. Nicht Symptome werden bekämpft, sondern die Ursachen von Krankheit
und deren Entstehung werden betrachtet. Dies geschieht auf körperlicher,
seelischer und geistiger Ebene. Der Vorbeugung von Krankheit ist breiter
Raum gewidmet. Neben
rein medizinischen Präparaten, die nur von ausgebildeten Ärzten
verordnet werden dürfen, gibt es empfehlenswerte Produkte für viele
Belange des täglichen Bedarfs, die aus ayurvedischer Sicht den
Anforderungen an natürliche, verträgliche, schonende und ökologisch
unbedenkliche Kriterien gerecht werden.

Zum
Teil sind solche Produkte sogar auf die unterschiedlichen
Konstitutionstypen, Ayurveda unterscheidet zwischen Vata, Pitta und Kapha,
zugeschnitten.
Die nachfolgenden Ausführungen zu einigen grundlegenden Aspekten sollen
die Komplexität, die Systematik und die ganzheitliche Betrachtungsweise
des Ayurveda verdeutlichen. Gerade in der heutigen Zeit entdecken immer
mehr Menschen die Vorzüge dieser uralten wissenschaftlichen Disziplin.Zur
Aussprache der Sanskrit Wörter

Die
Vokale â, î, û sowie e, o, ai, au sind stets lang. Die Konsonanten
werden wie folgt gesprochen
c
wie deutsches tsch z.B. Caraka [Tscharaka]
j wie deutsches dsch z.B. Aja [Adscha]
s wie deutsches ss z.B. Sansâra [Ssanssâra]
sh wie deutsches sch z.B. Shiva [Schiwa]
v wie deutsches w z.B. Veda [Weda]
y wie deutsches j z.B. Yoga [Joga]
Das
h im Sanskrit bh, ch, dh, gh,jh,kh, ph, th ist als ein deutlich hörbarer
Hauchlaut zu sprechen wie z.B. Buddha [Budd-ha]. Die Betonung richtet sich
nach der Quantität der Vokale. Der Ton wird soweit als möglich zurückgezogen,
und zwar bis zur drittletzten Silbe, wenn die vorletzte kurz ist (z.B. Váruna,
Sarásvatî, Shánkara); ist die vorletzte Silbe von Natur oder durch
Position, d.h. durch folgende Doppelkonsonanz lang, so trägt sie den Ton
(z.B. Kâlidâsa, Govínda).
Das Symbol der Lotusblume
Die
Lotusblüte symbolisiert seit alters her den Weg vom materiellen, dunklen,
unbewussten Zustand durch die un- und halbbewussten Seelenzustände hin
zum bewussten lichtvollen geisterfüllten Seinszustand.
Im Ayurveda symbolisiert die Lotusblume außerdem seine acht verschiedenen
Disziplinen, nämlich:
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1.
Kaya Cikitsa,
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die
innere Medizin
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2.
Salya Tantra,
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die
Chirurgie
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3.
Salakya Tantra,
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die
Hals-, Nasen-, Ohren-, Augen-, Kiefer- und
Zahnheilkunde
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4.
Agada Tantra,
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die
Toxikologie, die Lehre von den Vergiftungen
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5.
Bhuta Vidya,
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die
Psychiatrie
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6.
Bala Tantra
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die
Kinder- und Frauenheilkunde
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7.
Rasayana Tantra,
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die
Geriatrie, die Lehre von den Alterskrankheiten
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8.
Vajikarana Tantra,
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die
Sexualkunde
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Abbildung:
Buddha auf dem Lotuskissen, Sri Lanka
Ayurveda
- ein Geschenk der Götter
Der
Überlieferung nach wurde der Ayurveda vor vielen tausend Jahren von Sri
Bhagavan Dhanvantari, einer Inkarnation Krishnas der Menschheit offenbart,
ist also göttlichen Ursprungs. Auch
in der Bhagavad-gita (6.16-17) spricht Sri Krishna:
''O Arjuna, es ist nicht möglich, ein yogi zu werden, wenn man
zuviel ißt oder zuwenig ißt, wenn man zuviel schläft oder zuwenig schläft.
Wer in seinen Gewohnheiten des Essens, Schlafens, der Erholung und des
Arbeitens maßvoll ist, kann durch die Ausübung des yoga-Systems alle
materiellen Leiden lindern.''
Abbildung:
Krishna Bhagavad-Gita Wie sie ist
A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada,
The Bhaktivedanta Book Trust
Texte
zur Medizin finden sich bereits im circa viertausendfünfhundert Jahre
alten Rig Veda sowie im jüngeren, etwa dreitausendzweihundert Jahre alten
Atharva Veda.
Bevor diese Aufzeichnungen stattfanden, wurden ihre Inhalte über lange
Zeiträume hinweg mündlich vom Lehrer an die Schüler weitergegeben, die
dieses Wissen auswendig lernen mussten. Jahrhunderte vor unserer
Zeitrechnung existierte im Panjab eine blühende medizinische Hochschule,
die Universität von Taxila. Einer der Professoren namens Caraka, der im 2. Jhdt. unserer Zeitrechnung
dort lehrte, verfasste einen grundlegenden medizinischen Text, der später
überarbeitet wurde, aber als Caraka Samhita erhalten blieb. Sushruta, ein
weiterer der drei zu den großen Klassikern zählenden Ärzte schuf im 3.
Jhdt. unserer Zeitrechnung ebenso bedeutende Werke wie Vâgbhata, der im
7. Jhdt. unserer Zeitrechnung lebte.
Caraka gibt schon dem angehenden Arzt Empfehlungen, wie er seinen Beruf
erlernen soll:
'Ein verständiger Mann, welcher Arzt werden will, muss sich
darüber klar sein, ob seine Verhältnisse, der zu erwartende Erfolg,
seine Beweggründe dabei, Zeit und Ort sich eignen, und dann zuerst nach
einem Lehrsystem sich umsehen. Denn es sind mancherlei ärztliche
Lehrsysteme im Umlauf. Dasjenige wähle er, von welchem er sieht, dass es
von bedeutenden, angesehenen und verständigen Männern benutzt,
inhaltsreich, von Sachkundigen empfohlen, der Fassungskraft der drei Arten
von Schülern angemessen ist, nicht an Wiederholungen leidet, Lehrsätze,
Erklärung und Übersichten in richtiger Folge gibt, bei der Sache bleibt,
nicht verfehlt oder unschön im Ausdruck, reich in seiner Terminologie und
methodisch ist, Begriffe fest bestimmt,dann
sieht er sich nach einem Lehrer um, dessen Lehre lauter und dessen
praktisches Geschick erprobt ist, der gescheit, gewandt, rechtlich,
unbescholten ist, seine Hand zu regieren weiß, die nötigen Hilfsmittel
und alle Sinne hat, vertraut mit den normalen Zuständen und dem
Verfahren, von echtem Wissen, ungeziert, nicht unfreundlich und
aufbrausend, geduldig, liebreich gegen Schüler ist und Lehrgabe hat.
Zusammengehöriges verbindet, die Hauptstücke nicht vermengt,
leichtfasslich ist, Definitionen und Beispiele gibt. Denn ein solches
Lehrsystem zerstreut wie die klare Sonne das Dunkel und macht alles Licht.
Abbildung: Das Rad der Lehre, TibetEin
Mann von diesen Eigenschaften ist ein Meister. Wie die rechtzeitige Wolke
den guten Acker mit Frucht, so stattet er in kurzem den guten Schüler mit
den Eigenschaften des Arztes aus.''Caraka (III, 8) in Ind. Geisteswelt Bd. I, Helmuth von Glasenapp, Vollmer
Verlag Wiesbaden
Vâgbhata
erläutert die vier Faktoren der Heilkunde mit ihren Eigenschaften:
''Arzt, Heilmittel, Pfleger und Kranker sind die vier Faktoren, und
es werden ihnen für die Therapie je vier Eigenschaften zugeschrieben. Der
Arzt muss geschickt sein, seine Wissenschaft von einem würdigen Lehrer
empfangen haben, praktische Ausbildung besitzen und lauter sein. Das
Heilmittel soll mannigfache Gebrauchsweise besitzen, viele Eigenschaften
haben, von guter Herkunft und anwendbar sein. Anhänglich, lauter,
geschickt und intelligent sei der Pfleger, und der Kranke reich, dem Arzte
ergeben, mitteilsam und von gutem Charakter.'' Vâgbhata in Ind.
Geisteswelt Bd. I, Helmuth von Glasenapp, Vollmer Verlag Wiesbaden
Das
Ziel des Ayurveda ist vollkommene Gesundheit. Sushruta gibt hierfür eine präzise Definition:
''Ein Mensch ist gesund, dessen Physiologie, Gewebe und
Ausscheidungen im Gleichgewicht sind und dessen Seele, Sinne und Geist
sich dauerhaft im Zustand inneren Glücks befinden.'' Sushruta Samhita Der
Zustand des Gleichgewichts ist somit ganz entscheidend für die
Gesundheit. Zur Erhaltung dieses Gleichgewichts beschäftigt sich der
Ayurveda ausführlich und umfassend mit den Konstitutionstypen, die auch
als Naturen oder im Sanskrit als Doshas bezeichnet werden.
Die
drei Doshas
Bereits das Eingangskapitel im Werk des großen Arztes Vâgbhata führt
Grundsätzliches zu den drei Doshas aus:
''Wind,
Galle und Schleim sind die drei Doshas insgesamt. In verändertem Zustand
zerstören sie den Körper, unverändert lassen sie ihn fortbestehen.
Trotzdem sie sich weiter ausbreiten können, haben sie den Raum unterhalb,
zwischen und oberhalb von Herz und Nabel als Sitz. Am Ende, in der Mitte
und am Anfang von Leben, Tag und Nacht und Mahlzeit treten sie der Reihe
nach in Erscheinung. Durch sie wird das Verdauungsfeuer ungleichmäßig,
scharf oder träge; halten sie sich aber das Gleichgewicht, so ist auch
jenes gleichmäßig. Hart, weich oder mittelmäßig ist der Leib, mittelmäßig
jedoch, wenn auch sie im Gleichgewicht sind. Da sie in Samen
und Blut sitzen, entstehen bei Beginn der Geburt, d.i. der Existenz, durch
sie wie durch das Gift eines giftigen Insekts die drei Naturen, und zwar
eine jede in schwacher, mittlerer, und starker Ausprägung; unter allen
gilt die als die beste, bei der sich die Elemente, d.i. Doshas, das
Gleichgewicht halten; minderwertig aber sind jene, die nur aus zwei Doshas
entstehen. Von den Doshas ist der Wind trocken, leicht, kalt,
scharf, subtil und flüchtig, die Galle etwas fettig, scharf, heiß,
leicht, muffig, flüssig und fließend, und klebrig, kalt, schwer, träge,
glatt, glitschig und fest der Schleim. Kombination und Zusammenwirken
entstehen durch den Schwund oder das Aufwallen von zwei oder drei Doshas.
Wind,
Galle und Schleim stehen hier für Vata, Pitta und Kapha.
Vata, der Wind oder besser als Körperwind bezeichnet, wird auch König
der Doshas genannt, weil er die anderen regiert. Vata kommt am ehesten aus
dem Gleichgewicht und zieht die beiden anderen Doshas nach.
Zum Körperwind führt Vâgbhata folgendes aus:
'' Wegen seiner Einteilung in >Einhauch< (prâna), >Aufhauch<
(udâna), >Zwischenhauch (vyâna), >Allhauch< (samâna) und >Abhauch<
(apâna) besitzt der Wind eine fünffache Natur.
Von diesen sitzt prâna im Kopf, er wandert in Brust und Hals, ist
der Träger von Verstand, Herz, Sinnesorgan und Denken und führt Spucken,
Niesen, Brechen, Ausatmen und die Zufuhr von Speisen aus. Die Brust ist
der Sitz von udâna; er wandert in Nase, Nabel und Hals und zeigt in
Stimmtätigkeit, Anstrengung bei einer Tätigkeit, Kraft, Stärke, Farbe
und Gedächtnis seine Wirkung. Vyâna sitzt im Herzen, in großer Eile
durchwandert er den ganzen Körper; alle Tätigkeit der Wesen wie
Bewegung, Niederlegen und Aufrichten des Körpers, Öffnen und Schließen
der Augen usw. sind durchweg an ihn gebunden. Samâna sitzt in der Nähe
des Verdauungsfeuers (agni) und wandert allenthalben im Unterleib umher;
er erfaßt die Speise, kocht, d.i. verdaut, scheidet sie und stößt sie
wieder aus. Apâna sitzt im After und hat Hüfte, Blase, Harnröhre und
Schenkel als Bereich; im Ausstoßen von Samen und Menstrualblut, Kot, Urin
und Foetus zeigt sich seine Wirksamkeit.'' Vâgbhata in Ind. Geisteswelt Bd. I, Helmuth von Glasenapp,
Vollmer Verlag Wiesbaden
Die
Elemente der Tri Doshas
Aus
den lautlosen, subtilen Schwingungen des kosmischen Urklanges Aum bildete
sich zuerst das Element Äther, aus dessen subtilen Bewegungen wiederum
das Element Luft entstand. Ebenfalls aus dem Element Äther bildete sich
aufgrund der durch seine Bewegung erzeugten Reibungshitze das Element
Feuer. Das Element Wasser entstand dann wegen der Verflüssigung ätherischer
Teilchen durch Hitzeeinwirkung. Das Wasser wiederum verfestigte sich zum
Element Erde. Diese fünf Elemente sind in aller Materie in verschiedener
Ausprägung und Verteilung enthalten, aber nur die lebende Materie besitzt
die drei Kräfte, welche die gesamten biologischen Abläufe regeln, nämlich
Vata, Pitta und Kapha. Vata entsteht aus Äther und Luft, Pitta aus Feuer
und Wasser, Kapha aus Wasser und Erde.
Abbildung: Symbole der 3 Doshas ''Von
den einfachsten Aktivitäten der Zellaktivität bis zu den
kompliziertesten Funktionen des Körpers, die Tri Doshas ermöglichen und
kontrollieren alles. Sie sind stets nur gemeinsam wahrnehmbar und treten
nie einzeln auf. Ihr Zusammenspiel, ihre Ausgewogenheit oder ihre
Disharmonie ergeben in der Qualität ihrer Summe den objektiven Zustand
eines Wesens. Ein harmonisches, ausgeglichenes Verhältnis der drei
bioenergetischen Prinzipien ist das Merkmal von Wohlbefinden und körperlicher
Gesundheit. Jedes Ungleichgewicht - und die Balance ist sehr labil - macht
sich in den verschiedensten Symptomen bemerkbar. Die Tri Doshas, innere
Prinzipien des lebenden Körpers, werden durch äußere Faktoren, durch
Sinneseinflüsse und Nahrung beeinflusst. Das bedeutet, dass auch die
Therapie die Ausgewogenheit der drei Kräfte im Körper mit Nahrung im
weitesten Sinn wiederherstellen kann.'' Birgit Heyn, Die sanfte
Kraft der ind. Naturheilkunst, Goldmann Verlag
''Ein
ausgeglichener Zustand unter den Doshas ist Grundvoraussetzung für
Gesundheit. Zum Beispiel nährt das Luftprinzip das Feuer im Körper, aber
das Wasser ist notwendig, um das Feuer zu beherrschen, das ansonsten das
Gewebe verbrennen würde. Vata bewegt Kapha und Pitta, da Kapha und Pitta
unbeweglich sind. Gemeinsam regeln die Tri Doshas alle Stoffwechseltätigkeiten:
Anabolismus (Kapha), Katabolismus (Vata) und Metabolismus (Pitta). Gerät
Vata aus dem Gleichgewicht, wird eine Stoffwechselstörung mit einem übermäßigen
Katabolismus, einer Zunahme der Abbauvorgänge oder der Verfallsprozesse
im Körper, die Folge sein. Wenn die anabolen Vorgänge die katabolen überwiegen,
ist eine Beschleunigung des Wachstums und der Regeneration der Organe und
Gewebe die Folge. Ein Übermaß an Pitta stört den Stoffwechsel, ein Übermaß
an Kapha beschleunigt die anabolen Vorgänge und ein Zuviel an Vata führt
zur Abmagerung (erhöhter Katabolismus).''
Vasant Lad, Das Ayurveda Heilbuch, Edition Schangrila
Allgemein werden sieben Konstitutionstypen gemäß Dosha Verteilung
unterschieden. Je nach
prozentualer Verteilung der Dosha-Anteile gibt es eine große Anzahl
weiterer Varianten.:
1.
Vata-Typ,
2. Pitta-Typ,
3. Kapha-Typ,
4. Vata-Pitta-Typ,
5. Pitta-Kapha-Typ,
6. Vata-Kapha-Typ,
7. Vata-Pitta-Kapha-Typ
Funktionen
und Eigenschaften der Tri Doshas
Die folgenden Aufstellungen sind dem Buch von Vasant Lad entnommen mit dem
Titel
''Das Ayurveda Heilbuch'' aus der Edition Schangrila:
Die Funktionen
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Vata
Bewegung
Atmung
Natürliche Bedürfnisse
Umwandlung der Gewebe
Motorische Funktionen
Sensorische Funktionen
Nicht "Geerdetsein"
Sekretionen
Ausscheidungen
Angst Leeregefühl
Besorgtheit
|
Pitta
Körperwärme
Temperatur
Verdauung
Wahrnehmung
Verständnis
Hunger
Durst
Intelligenz
Zorn
Hass
Eifersucht
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Kapha
Energie
Stabilität
Geschmeidigkeit
Schmierung
Öligkeit
Vergebung
Gier
Verhaftung
Ansammlung
Festhalten
Besitzgier
|
Die
Eigenschaften
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Vata
trocken
leicht
kalt
rau
subtil
beweglich
klar
verteilend
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Pitta
ölig
durchdringend
heiß
leicht
beweglich
flüssig
saurer Geruch
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Kapha
schwer
langsam
kalt
ölig
schleimig
dicht
weich
statisch
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Tri
Dosha Wirkungsrhythmen
"Jeder Mensch ist der einmalige Ausdruck eines raumzeitlich und
erkenntnismäßig
höchst individuell abgestimmten Prozesses des Kosmos."
Caraka Samhita
Um sich diesem von Caraka so genannten Prozess des Kosmos intellektuell nähern
zu können, ist es äußerst nützlich sich mit den Wirkungsrhythmen der
Tri Doshas intensiv zu beschäftigen und diese Rhythmen stets zu berücksichtigen.Zwei der wichtigsten und zugleich am einfachsten zu erfassenden Rhythmen
seien an dieser Stelle genannt:
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Der
24 Stunden Rhythmus
02.00 -
06.00 Uhr Vata-Zeit
06.00 - 10.00 Uhr Kapha-Zeit
10.00 - 14.00 Uhr Pitta-Zeit
14.00 - 18.00 Uhr Vata-Zeit
18.00 - 22.00 Uhr Kapha-Zeit
22.00 - 02.00 Uhr Pitta-Zeit
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Quelle:
Maharishi Ayur-Veda
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Der jahreszeitliche Rhythmus
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Mitte
Februar bis Mitte Juni
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Kapha-Zeit
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feuchtes,
kaltes Wetter
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Mitte
Juni bis Mitte Oktober
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Pitta-Zeit
|
heißes
Wetter
|
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Mitte
Oktober bis Mitte Februar
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Vata-Zeit
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kaltes,
windiges Wetter
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published:
www.apimanu.com (ayurveda
phytopharmaceuticals)
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